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Lonboard

lonboardHaben Sie schon immer gedacht, dass Ihnen ein Lonboard Freude bereiten würde? Haben Sie Spaß daran, eine Strecke auf Rollen zurückzulegen und dabei Fußgänger und Autoverkehr hinter sich zu lassen? Und macht es Ihnen Spaß die Geschwindigkeit auf Strecken mit Gefälle hautnah zu erleben? Dann ist ein Lonboard exakt das Richtige für Sie. Die Einsatzgebiete die Longboards liefern, sind unzählig. Sie können in der Stadt zum cruising, im Gefälle zum sliden, privat zum Spaß haben oder für Kinder zum Sport eingesetzt werden. Was sie vor allem ausmacht ist eins: Nervenkitzel, Adrenalin und Spaß.

Dieser Artikel umfasst das Thema Longboards. Nachdem Sie den Artikel gelesen haben, wissen Sie Näheres über Longboards. Vor allem haben Sie hinterher verstanden was Longboards sind, worin der Unterschied zu Skateboards liegt, wie ein Lonboard aufgebaut ist und welche Arten von Longboards existieren. Sie werden hinterher auch wissen, wieso die Wahl der Achsen, Rollen, des Brettes und der Kugellager entscheidend für Ihren Kauf sein werden.

Lonboard – was ist das?

Longboards wurden in Amerika entwickelt. Surfer hatten die Idee, das Surferlebnis auf Teer zu übertragen. Dazu wurden den Surfbrettern Achsen, Rollen und Kugellager montiert und so weiterentwickelt, bis Longboards entstanden. In Amerika setzte sich der Trend des Brettsportes erstmal nicht durch und verschwand wieder vom Markt. In der Zwischenzeit übernahmen die Europäer die Idee vom Cruising auf Rollen. Das führte soweit, dass unzählige Longboardstrecken gebaut und Megaevents organisiert wurden. Es wurden unterschiedlichen Materialien getestet, usw. So kam es, dass der Brettsport Anfänger und Fortgeschrittene immer mehr begeisterte.

Die Entwicklung der Longboards basierte auf den Erkenntnissen der Surferindustrie. Das Wissen um die Surfbretter besagte, dass sich kürzere Bretter besser für Tricks wie Ninetysixty eignen. Deshalb experimentierte man sehr früh schon mit der Länge von Boards. Das führte zur Erfindung der Skateboards. Ein Skateboard ist ein Longboard mit einer Länge von 80 cm und 20 cm Breite. Longboards können Länger und Breiter sein als 80×20 cm. Der Größe entsprechend unterscheiden sich Lonboard und Skateboard auch im Reifendurchmesser. Dieser ist bei Longboards in der Regel zwischen 60 und 70 mm und bei Skateboards zwischen 50 und 60 mm. Den Anwendungsgebieten entsprechend gibt es auch Unterschiede in der Härte der Räder, sowie in der Wahl der Kugellager. Die Härte der Rollen von Skateboards beträgt 100 A. Longboards fahren in der Regel auf Rollen mit 75 A bis 85 A Härte. Was den Korpus angeht sind Skateboards vorne und hinten mit Kunststoffpads bestückt. Das dient der Wendigkeit bei Kunststücken. Longboards sind für schnelles Fahren ohne großartigen Kraftaufwand ausgelegt, sowie zum Cruisen und Slalomfahren. Mit einem Lonboard kann nicht gut getrickst werden und die Manövrierbarkeit ist im Vergleich zu Skateboards weniger gut.

Wie ist ein Lonboard aufgebaut?

Ein Lonboard ist aus vier Komponenten aufgebaut. Diese sind:

  • Korpus (oder auch Deck genannt)
  • Achsen aus Aluminium (vorne und hinten)
  • Rollen aus Polyurethan (PU)
  • Wälzlager aus Chrom oder Keramik

Korpus
Das Deck oder der Korpus eines Longboards ist aus Furniersperrholz aufgebaut. Dieses besteht aus zumindest 6 Schichten Furniersperrholz, welche zusammengeleimt sind. Das gibt dem Lonboard seine Tragfähigkeit und Stabilität. In der Regel wird dazu das Holz Ahorn verwendet, manchmal auch Bambus. Bambus wird speziell dann eingesetzt, wenn das Lonboard sich weiter durchbiegen soll. Dazu wird das geleimte Furniersperrholz an den Randschichten mit Bambus geleimt. Unter Boardjunkies ist das bekannt unter dem Begriff Flex. Also erreichen Decks, die mit Bambus ausgestattet sind, einen höheren Flex Wert und somit höhere Biegung.

Achsen
Die Achsen werden in der Regel aus Aluminium gefertigt. Das ist das gängigste Material das zum Einsatz kommt. Zur Herstellung wird entweder ein Aluminiumdruckgussverfahren verwendet oder CNC Frästechnik. Im Aluminiumdruckgussverfahren werden die Achsen und Hochdruck gegossen und während dem Aushärten erfolgt die Fixierung der Achsstifte. Das gibt den Achsen guten Halt bei extremen Belastungen. Dazu sind sie gekennzeichnet von hervorragendem Lenkverhalten. Gängige Achstypen sind Paris V2 Lonboard und Bear Grizzlys. Diese Art der Produktion ist die günstigere Variante und somit mehr verbreitet.

Die Herstellung der Achsen basierend auf der CNC Frästechnik ist charakterisiert von „unkaputtbaren“ Achsen. Die Achsen gelten als hochqualitativ. Aus einem ganzen Aluminium Block wir Stück ausgefräst, bis die endgültige Form erreicht ist. Der Preis der Achsen, die mit diesem Verfahren hergestellt wurden, ist bedeutend höher als jene der Druckgusstechnik.

Zur Breite der Achsen ist anzumerken, dass diese in der Regel 180 mm beträgt. Es können alternativ auch kleinere Achsen gekauft werden. Die Breite der Achse ist entscheidend für das Lenkverhalten von Longboards. Mit kleineren Achsen können engere Kurven gefahren werden. Allerdings verschwierigt sich die Steuerung der Longboards mit geringen Achsenbreiten bei hohen Geschwindigkeiten. Die Longboards beginnen zu flattern. Fahranfängern ist das Standardmaß zu empfehlen.

Info:

Die Achsenwahl hat großen Einfluss auf das Fahrerlebnis. Es werden zwei Achstypen unterschieden:

  • Kingpin-Achsen
  • Reverse-Kingpin Achsen

Rollen
Die traditionellen Achsen sind Kingpin Achsen. Diese kennzeichnet der Achschenkelbolzen, der 90° zur Baseplatte der Achsaufhängung gedreht ist. Das führt dazu, dass das Lonboard etwas höheren Schwerpunkt bekommt. Die Wendigkeit ist bei dieser Ausführung sehr gut. Das Einsatzgebiet dieser Achsen verlagerte sich allerdings in den vergangenen Jahren immer weiter auf Skateboards. Als zweite Variante können Reverse-Kingpin Achsen verwendet werden. Der Winkel zur Baseplatte beträgt dabei zwischen 42° und 52°. Das liefert bessere Stabilität beim Cruising. Allgemein gilt für den Achswinkel: Je kleiner der Achswinkel umso stabiler das Fahrerlebnis. Und umgekehrt gilt, mit zunehmendem Achsenwinkel steigt die Wendigkeit des Longboards.

Wälzlager
Ein unauffälliger aber entscheidender Bestandteil eines Longboards ist das Lager. Jede der 4 Rollen ist mit einem Wälzlager gelagert. Entscheidend für das Einsatzgebiet ist die Art des Wälzlagers und die Pflege. Wählen kann man aus Eisen, Chrom, Carbon oder Keramik Kugellagern. Die meist-verbreitetsten Kugellager sind jene aus Chrom. Diese sind auch ideal geeignet für Fahranfänger und optimiert auf Cruising. Kugellager aus Keramik zeichnen sich dadurch aus, dass sie hohen Geschwindigkeiten ausgesetzt werden können ohne davon Schaden zu nehmen

Welche Arten von Longbord gibt es?

Es gibt 5 Hauptgruppen von Longboards. Das sind:

  • Downhill Lonboard
  • Carving Lonboard
  • Freeride Lonboard
  • Mini Lonboard und

Wie der Name schon sagt ist ein Downhill Longboard für starkes Gefälle, lange und kurvenarme Strecken ausgelegt. Das Lonboard ist auf Geschwindigkeiten bis 100 km/h ausgelegt. Da hohe Geschwindigkeit auch hohes Sturzrisiko bedeutet, ist diese Art des Longboards nur für Fortgeschrittene Nutzer zu empfehlen. Des Weiteren ist für ein Downhill Lonboard kennzeichnend, dass die Wendigkeit eingeschränkt ist. Betrachtet man diese Art der Longboards von außen ist kein Unterschied zu klassischen Longboards zu sehen. Der Aufbau ist allerdings anders. Der Schwerpunkt des Downhill Longboards ist beispielsweise tiefer. Die verwendeten Materialien sind so ausgelegt, dass sie den hohen Beanspruchungen die bei 100 km/h entstehen standhalten. Ein klassisches Lonboard würde die Belastung die bei dieser Geschwindigkeit auftritt nicht aufnehmen können und kaputt gehen.

Als Einsteigermodell eignet sich das Carving Lonboard. Es ist ausgelegt fürs Cruising durch die Stadt oder auf der Straße. Die Wölbing auf der Vorder- und Hinterseite des Decks verschafft dem Lonboard hohe Wendigkeit. Das Lonboard kann besser manövriert werden, ohne dass Korpus oder Rollen aneinander Schaden nehmen. Das Carving Lonboard eignet sich nicht für hohe Geschwindigkeiten. Wo es Spaß macht, ist im privaten Einsatz beim Cruising oder als Ergänzung der Freizeitaktivitäten.

Strebt man den Umstieg von Carving auf Downhill Lonboard an, empfiehlt sich als Zwischenstufe das Freeride Lonboard. Der Schwerpunkt ist im Vergleich zum Carving Lonboard bereits tiefer angeordnet, was höhere Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten garantiert. Das Lonboard hat die Eigenschaft, dass es das einzige symmetrische Lonboard ist. Da es um die vertikale Achse symmetrisch ist, lässt es sich von vorne und hinten gleich gut fahren. Zudem ist diese Lonboard ausgestattet Erhöhungen auf der Unterseite des Decks. Das macht es möglich, erste Tricks auszuprobieren. Mit ein bisschen Übung lässt sich auch ein Ninetysixty performen. Zusammenfassend ist zu dem Board folgendes anzumerken: Es eignet sich für Nutzer die Geschwindigkeit lieben und ein Freund von Kunststücken mit Longboards sind. Es gilt als Allround-Modell unter den Angeboten. Wenn Sie unschlüssig sind, welches der Modelle zu Ihnen passt, entscheiden Sie sich für dieses Modell. Damit können Sie nichts verkehrt machen.

Eine Kleinvariante unter den Longboards ist das Mini Lonboard. Es besitzt eine Länge von 55 cm und ist das kürzeste am Markt verfügbare Exemplar. Es eignet sich sehr gut zum Slalomfahren und ist auch auf Grund der Größe für Kinder zu empfehlen.

Abschließend ist das Waveboard als kreative Variante von Longboards zu erwähnen. Ganz klar ist dabei nicht, ob es sich bei dieser Bauform tatsächlich um ein Lonboard handelt. Die Unterschiede sind doch beträchtlich. So hat diese Ausführung als einzige unter den Longboards nur zwei Rollen. Jeweils eine Rolle ist auf einem Korpus mittig montiert und die beiden Decks sind beweglich miteinander verbunden. Die Wavebords bieten unheimlich viel Spaß. Das Fahren muss aber gelernt sein. Auf Grund der zwei Rollen lassen sich damit vergleichsweise geringe Geschwindigkeiten erreichen. Zudem existieren noch weitere Lonboard Arten. Das sind: Dancing Lonboard, Cruiser Lonboard, Drop Down Lonboard, Kicktail Lonboard, Freestyle Lonboard und Pintail Lonboard. Darauf wird im speziellen nicht eingegangen. Es handelt sich um Modelle die in der Anwendung anderen Boards ähnlich sind. So ist der Übergang von Cruising und Carving Boards beispielsweise fließend. Das gilt auch für Dancing und Freeride Boards.

Will man sich ein Longboard anschaffen, ist zu überlegen welche Kategorie einen anspricht und dann kann spezifisch weiter gesucht werden. Es gibt zudem einfarbige oder mehrfarbige Longboards. Und auch kann das Fahrgefühl entscheidend sein. Daher ist auch interessant zu überlegen in einem Shop Longboards zu testen und hinterher online zu bestellen.

Fazit
Abschließend kann gesagt werden: Longboards liefern Spaß, Abenteuer, Adrenalin und zudem fahren sie einem von einem zum anderen Standort in Windeseile.

Ursprünglich gekommen aus Amerika, haben sie in Europa viele Abnehmer gefunden. Die Longboards wurden auf Grund der großen Nachfrage weiterentwickelt und so kommt es zu den verschiedenen Arten, die gegenwärtig am Markt verfügbar sind. Für Geschwindigkeitsjunkies sind die Downhill Longboards zu empfehlen, für Kinder Mini Longboards. Für die Einsteiger dazwischen gibt es mehrere Lonboard Empfehlungen. Das sind z.B. das Carving Lonboard und das Freeride Lonboard. Je nach Bedürfnissen entscheiden Sie sich aber persönlich am besten selbst, welches Lonboard Ihnen am besten passt. Entscheidend kann beim Kauf auch Wissen über die Technik sein. So gilt es gut zu bedenken, ob man Aluminium Achsen mit 180 mm Breite fahren will oder kürzere. Auch die Wahl des Wälzlagers soll gut überlegt sein. Wenn Sie nicht wissen was Sie möchten, können Sie mit einem Freeride Lonboard nichts verkehrt machen. Wenn Sie jetzt ein Gefühl für die Technologie haben, sehen Sie sich unsere Testberichte an. Dort können Sie Ihre Auswahl spezifizieren. Dann kann dem Kauf Ihres Longboards nichts mehr im Weg stehen.