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Downhill Longboard

Downhill LongboardStehen Sie auf richtige Adrenalinkicks? Oder wollen sie einfach mal wissen wie es sich anfühlt, mit bis zu 100km/h, lediglich auf einem Brett einen Teufelsberg hinunter zu rasen? Dann sollten Sie sich auf jeden Fall etwas mehr mit dem Thema Downhill Longboard beschäftigen. Bei kaum einem anderen Brettsport ist es Ihnen möglich, derartige Geschwindigkeiten aufzubauen. Longboardstrecken mit einem solchen Speed entlang zu schießen macht einen unglaublichen Spaß. Allerdings sollten Sie sich auch den Gefahren bewusst sein. Was ein gutes Downhill Longboard alles können muss und wie Sie ein solches auch erkennen können, erfahren Sie nun in diesem Bericht. Sie erfahren auch, wie Sie sich richtig kleiden sollten und was Sie alles können müssen, erfahren Sie hier.

Die ersten Schritte zum Downhill Longboard

Am nächsten kommt dem Downhill Fahren eigentlich nur die Fahrt auf einem Snowboard. Wenn Sie ein Snowboard richtig beherrschen, können Sie vergleichbare Geschwindigkeiten erreichen. Auch werden Sie schnell feststellen, dass Profis auf dem Downhill Longboard ein Fahrverhalten aufweisen, das dem Sliden auf Schnee sehr ähnelt.

Somit haben erfahrene Snowboarder schon mal einen großen Vorteil beim Einstieg. Aber auch wenn Sie zuvor schon mal ein Skateboard gefahren sind oder irgendwie anderweitig im Brettsport tätig waren, hilft Ihnen das enorm weiter.

Wenn Sie totaler Anfänger sind, müssen Sie sich sehr langsam mit einem Downhill Longboard an das Rasen herantasten.

Zunächst gilt es sich auf dem Board sicher zu fühlen. Dafür sollten Sie einfach auf geraden Stecken ein gutes Gefühl entwickeln. Anschließend können Sie sich an leichte Gefälle wagen, um die richtige Haltung zu üben. Auf einem Downhill Longboard sollten Sie stets auf einen tiefen Schwerpunkt achten und müssen so mit leicht gebeugten Beinen und einem vorgebeugtem Oberkörper fahren. Bei dieser Haltung wird ein Großteil Ihres Gewichtes auf Ihr Vorderbein gelegt.

Wenn Sie dies alles beherrschen, sollten Sie sich allerdings immer noch nicht auf einen Teufelsberg wagen, denn zuvor müssen Sie noch zwingend verschiedene Bremstechniken lernen. Sie können die Geschwindigkeiten von Ihrem Downhill Longboard auf verschiedene Arten verringern. Mit dem sogenannten Air-Brake stellen Sie sich lediglich ganz aufrecht auf das Downhill Longboard, um den Luftwiederstand so zu erhöhen, dass Sie deutlich langsamer werden. Eine sehr effektive Methode die Geschwindigkeit schnell abzubremsen, besteht in der Technik des Sliden. Beim Sliden stellen Sie Ihr Longboard quer, also im 90 Grad Winkel, zu Ihrer Bewegungsrichtung. Dabei Sliden die Rollen über Sie Stecke und Sie werden ausgebremst. Dabei werden meist die Hände zu Stabilisierung auf die Straße gelegt. Achtung: Sie brauchen dafür spezielle Handschuhe, aber dazu gleich mehr.

Warnung:

Als Anfänger können Sie schlecht mit Gefahrensituationen umgehen und können im Fall der Fälle schnell die Kontrolle über das Downhill Longboard verlieren. Somit ist es äußerst wichtig, dass Sie zunächst auf einer unbefahrenen Longboardstrecken üben. Auch wenn Sie schon alle Möglichkeiten des Bremsens und Ausweichens kennen, ist es auch dann noch empfehlenswert nicht auf viel befahrenen Strecken zu fahren.

Wie sieht ein richtiges Downhill Longboard aus?

Deck, Achsen, Bushings, Rollen und Kugellager sind alle Bestandteile für ein Longboard, doch auf welche Angaben und Werte müssen sie als Kunde eigentlich achten?

Ein Downhill Longboard muss stabil und robust sein, um den entstehenden Kräften, durch die hohe Geschwindigkeit, standhalten zu können.

Das Deck – Decks für den Downhill Sport sind meistens etwas länger als normale Cruising Boards. Dies ist wichtig, um eine höhere Fahrstabilität zu erlangen. Ebenfalls sollten die Decks sehr starr sein, also sie sollten wenig bis sehr wenig Flex besitzen. Unter Flex versteht man die Fähigkeit des Decks sich bei Belastung zu verbiegen. Zuletzt ist noch auf einen guten Grip zu achten, da Sie viel Kraft mit Ihren Füßen auf das Downhill Longboard übertragen wollen.

Achsen – An ein Downhill Longboard werden sehr breite Achsen oder Trucks montiert. Diese stabilisieren das Fahrverhalten enorm. Allerdings können Sie keine engen Kurven mehr fahren, ohne zu Sliden.

Bushings – Die Bushings sind die Gummis in der Achse und werden auch Lenkgummis genannt. Somit ist die Funktion der Bushings wohl geklärt und es sollte auch klar sein, welche Bushings bevorzugt werden sollten. Es gilt weiterhin, dass Ihr Downhill Longboard sehr spurensicher eingestellt werden sollte. Dies erreichen Sie, indem Sie recht harte Bushings wählen. Sie können diese selbstverständlich sehr leicht zu jeder Zeit austauschen.

Rollen – Bei den Rollen (Wheels) sollten Sie ebenfalls eher auf härtere Rollen (≈83A) setzten. Die Breite der Rollen ist mehr oder weniger Geschmacksache, da einige Longboarder das Eine oder Andere besser finden. Sie müssen für sich selber die bessere Variante herausfinden.

Kugellager – Für die Kugellager gilt hingeben: Qualität ist besser. Kugellager werden von der amerikanischen Vereinigung der Kugellagerhersteller (ABEC) getestet und Kategorisiert. Dabei erhalten die Kugellager die Nummerierung ABEC1 bis ABEC11. Leider werden hierbei keine Auskünfte über das Material oder sonstiges gegeben. Sie erhalten lediglich eine Klasseneinteilung, welche die Ausfall Quote beschreibt. ABEC 11 Kugellager schneiden am besten ab. Dennoch sollten Sie auf das Material der Kugellager achten. Bei einem Downhill Longboard entstehen durch die hohe Geschwindigkeit viel Reibung und Wärme, somit sollten Sie sich für sehr Robuste Kugellager entscheiden. Standard Kugellager sind aus Chrom. Allerdings gibt es mittlerweile Keramiklager, welche für ein Downhill Longboard bestens geeignet sind.

Hinweis:

 Die schon erwähnten Spezialhandschuhe namens Slide Gloves sind enorm wichtig. Es sind Handschuhe an denen dicke Plastikscheiben befestigt sind. Somit können Sie sich beim Sliden zusätzlich mit Ihren Händen über die Stecken Sliden um eine bessere Balance halten zu können. Aber auch weitere Schutzmaßnahmen sollten getroffen werden. Verwenden Sie unbedingt Ellbogen- und Knieschoner sowie einen sehr guten Helm.

Downhill Longboard – Fazit

Mit einem Downhill Longboard werden Sie richtig viel Spaß haben, allerdings braucht es bis dahin einiges an Übung. Diese Sportart ist definitiv nichts für Angsthasen, aber auch als Profi sollten Sie niemals die Gefahren unterschätzen. Für wen ein Downhill Longboard nichts ist, kann immer noch auf einen Cruiser setzten, um entspannt durch die Stadt zu fahren. Sie können davon ausgehen, dass wenn Sie sich doch für ein Downhill Longboard entscheiden und auch die ersten Schritte meistern, Sie auf jeden fall unglaubliche Ereignisse auf atemberaubenden Longboardstrecken erleben dürfen.